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2015 hat die Polizei deutschlandweit über 150.000 Einbruchsfälle registriert. Knip erklärt, was du jetzt tun solltest!

Die Einbruch-Statistik erreicht damit den höchsten Stand der zurückliegenden 15 Jahre. Während der Reisesaison, z.B. zu Weihnachten, sind Einbrecher besonders aktiv. Daher lohnt es sich, vor Urlaubsantritt Schutzmaßnahmen zu ergreifen:

    1. Abschließen: Verschließe alle Fenster und Türen auch bei kurzer Abwesenheit. Türen, die nur ins Schloss gezogen wurden, sind kinderleicht zu öffnen. Lass deine Fenster nicht einfach “auf Kipp” stehen, egal ob EG oder Dachgeschoss. Dies macht es den Tätern leicht, das Fenster zu öffnen.
    2. #Wegvonzuhause: Auf keinen Fall öffentlich, z.B. auf Facebook und Twitter, ankündigen, in welchem Zeitraum du verreist.
    3. Gute Nachbarschaft: Beauftrage zudem einen Nachbarn oder Bekannten damit, nach dem Rechten zu sehen und regelmäßig den Briefkasten zu leeren.
    4. Anonym verreisen: Gut vernetzte Banden sind auch auf Flughäfen aktiv und schicken die Adressen auf den Gepäckanhängern an ihre Kollegen vor Ort weiter. Daher empfiehlt es sich, nur geschlossene Gepäckanhänger am Koffer anzubringen.
    5. Geld & Schätze wegschließen: Bewahre wenig Bargeld und Wertsachen zu Hause auf.
      Wertgegenstände sollten gesondert verwahrt werden z.B. in einem Tresor oder einen Bankschließfach!
    6. Anwesenheit vortäuschen: Lass dein Heim nach Verlassen nicht den ganzen Tag unbeleuchtet. Durch den Einsatz einer Zeitschaltuhr lässt sich eine Beleuchtung der Wohnräume individuell regeln. Das erweckt den Eindruck, dass sich jemand in der Wohnung befindet.
    7. Achtsam sein: Notiere dir die Kennzeichen von auffälligen Fahrzeugen und präge dir die Personenbeschreibung verdächtiger Personen ein.
    8. Türsteher spielen: Frage fremde Personen z.B. im Treppenhaus nach dem Grund ihres Aufenthalts. Hinterfrage die Antworten. Das gilt auch für Frauen und Kinder. Einbrecher mögen keine Neugier.
    9. Ermittlung vereinfachen: Fotografiere den Zustand deiner Wohnung vor der Abreise, insbesondere die Wertsachen, um den Vorher-Nachher-Effekt leichter zu dokumentieren.

”Es gibt jedoch keine Faustformel die den Einbruch 100% verhindert”.

Wie sichert man sich ab?
Ein Einbruch kann schwere finanzielle Schäden verursachen, doch zum Glück gibt es eine Absicherung. Eine Hausratversicherung deckt unter anderem das Risiko des Einbruchdiebstahls ab und erstattet die entstandenen Kosten.

Was ist versichert:

  • Zum Hausrat gehören zum Beispiel Türen, Fenster, Möbel, Haushaltsgeräte, Kleidung, wie auch Tablets, Smartphones u.a.m. Auch geliehene Gegenstände fallen unter den Schutz der Hausratversicherung. Besonders bei einer teuren Einrichtung kann sich dieser Schutz lohnen.
  • Der Versicherungsschutz gilt für Wohnung/Haus samt Terrassen, Garagen und Anbauten, wie auch Kellerräume, sowie privat genutzte Räume oder Garagen in der Nähe der Wohnung.
    Gestohlene Gegenstände ersetzt die Versicherungsgesellschaft nur bei Raub oder Einbruchdiebstahl. Entscheidend ist in beiden Fällen, dass der Raub mit Gewalt stattgefunden hat.
  • Der Grundtatbestand des Einbruchdiebstahls ist das Aufbrechen der versicherten Wohnung, durch Fenster, Tür oder ähnliche Eingänge.
  • Der Raub setzt sich aus den Delikten Diebstahl und Nötigung zusammen, durch Androhung von Gewalt gegen Leib und Leben.
  • Dein Eigentum ist sogar weltweit bis zu einem bestimmten Betrag versichert. Dinge, die du mit in den Urlaub nimmst und die dir aus dem Hotelzimmer, durch das Aufbrechen deines Hotelzimmers, oder deiner Ferienwohnung oder Pension gestohlen werden, sind also mitversichert.
  • Der Schutz einer Hausratversicherung greift nur, wenn der Versicherungsnehmer nicht fahrlässig handelt. Hierzu zählt insbesondere das Schließen von Türen und Fenstern, wenn man das Gebäude verlässt. Außerdem solltest du deine Wertsachen draußen nicht unbeaufsichtigt lassen.
  • Schäden, die durch Naturkatastrophen wie Überschwemmung, Hochwasser und Erdbeben entstanden sind, fallen in den meisten Tarifen in das Standard-Leistungsspektrum der Hausratversicherung. Wenn nicht, sollten diese mit einem Zusatz der Elementarschäden gegen einen Aufpreis abgesichert werden.

Was ist nicht versichert:

  • Wenn etwas herunterfällt oder einfach kaputt geht, ist es nicht versichert. Mit dem Zusatz des All-Risk lassen sich auch Schäden ersetzen, die unvorhergesehen und plötzlich durch äußere Einwirkung entstehen.
  • Wenn der Einbruch oder Raub durch das fahrlässige Verschulden des Versicherungsnehmers ermöglicht wurde, z.B. durch den leichten Einstieg in die Wohnung, kann es passieren dass die Versicherung eine Kürzung der Entschädigungssumme vornimmt oder die Leistung der Entschädigung sogar vollständig verweigert.

Darauf solltest du bei der Tarifauswahl achten:

  • Versicherungssumme: Die Versicherungssumme richtet sich nach der Wohnfläche. Pro Quadratmeter werden pauschal 650 Euro angesetzt. Beispiel: Eine 80-Quadratmeter-Wohnung ist mit 52.000 Euro versichert. Nach diesem Verfahren wird eine Unterversicherung vermieden und du erhältst Schadenersatz ohne Einschränkungen. Jedoch besteht hierbei die Gefahr, dass du unter- oder überversichert bist. Schließlich kannst du auch eine große Wohnung preiswert einrichten oder eine kleine besonders teuer. Viele Versicherungen bieten im Internet Inventar-Formulare an. Auf diesem kann man den Wiederbeschaffungswert aller Gegenstände des Hausrats eintragen und addieren. Wichtig ist, dass man dabei den aktuellen Neuwert der Gegenstände nimmt. Am Schluss erhält man die Versicherungssumme. Dieses Verfahren ist jedoch aufwändig.

Wichtig:

  • Elementarschäden: Versichert sind Schäden, die durch Starkregen, Überschwemmung, Rückstau, Erdrutsch, Erdbeben oder Schneedruck entstehen.
  • Fahrraddiebstahl: Wird das Fahrrad aus dem Haus, dem eigenen Keller oder der Garage gestohlen, ist es über die Standardpolice versichert. Jedoch ist hier auch zu beachten, dass das Fahrrad im Fahrradraum/Gemeinschaftskeller ebenfalls angeschlossen sein muss. Sollte es aus einem Gemeinschaftskeller oder im Freien entwendet werden, zahlt der Versicherer nur, wenn die Klausel‚ Fahrraddiebstahl’ vereinbart ist.

Achtung:  Standardmäßig greift die sogenannte Nachtklausel. Die Absicherung ist nur von 6-22 Uhr wirksam. Der Wert eines Rads ist zu max. 1 – 5% abgedeckt. Besonders teure Fahrräder sollten daher extra abgesichert werden.

  • Überspannungsschäden: Standardmäßig sind Überspannungsschäden nur nach einem Brand versichert. Häufig sind Elektrogeräte (z. B. Fernseher, HiFi, PC) auch nach einem Gewitter oder Blitzeinschlag durch Überspannung beschädigt. Ist diese Zusatzversicherung vereinbart, erstattet der Versicherer den Schaden.
  • Außenversicherung: Über eine Außenversicherung ist dein Eigentum sogar weltweit versichert. Dazu zählen Dinge, die du mit in den Urlaub nimmst und die dir aus dem Hotelzimmer gestohlen werden.

 

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