Selbstständig arbeiten hat viele Vorteile. Aber man muss von Buchhaltung bis Fortbildung alles selbst organisieren. Und sich um den richtigen Versicherungsschutz selbst kümmern. Wie geht das?
Marcus Ruske, Versicherungsexperte bei Knip, erklärt, worauf man achten muss: „Was für Angestellte richtig ist, gilt für Selbstständige und Freiberufler noch viel mehr. Alle existenziellen Risiken müssen versichert sein!“

Konkret: Freiberufler haben keinerlei Sicherheitsnetz und müssen sich selbst eines schaffen. Erwerbsunfähigkeit oder ein Feuer im Büro können ansonsten leicht zum finanziellen Ruin führen. Wir stellen die wichtigsten Versicherungen für Selbstständige und Freiberufler vor.

Die richtige Krankenversicherung für Freiberufler

Privat oder gesetzlich? Freiberufler haben die Qual der Wahl. In der privaten Krankenversicherung muss zwar für jedes Familienmitglied eine eigene Versicherung abgeschlossen und bezahlt werden. Aber: Da gesetzliche Krankenkassen meistens den Höchstsatz für Selbstständige veranschlagen, ist die private Krankenversicherung gerade für Singles oft günstiger bei besseren Leistungen.

Und wenn man mal länger ausfällt? Marcus Ruske vom Versicherungsportal Knip: „Mit einer Krankentagegeld-Versicherung kann man einen Verdienstausfall bei längerer Krankheit abmildern.“

Tipp: Wer über die Künstlersozialkasse versichert ist, etwa als Journalist oder Fotograf, der muss nur die Hälfte der Krankenkassenbeiträge bezahlen. Den Rest übernimmt der Staat. Alles wichtige zum Versicherungsschutz der Künstlersozialkasse findest du hier: http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/kuenstlersozialkasse/umfangdesversicherungsschutzes.php?navanchor=1010008.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Du musst unbedingt deine Arbeitskraft absichern. Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du deinem Job nicht mehr nachgehen kannst. Die Beiträge bemessen sich an dem Risiko, berufsunfähig zu werden: Ein freiberuflicher Maurer, der körperlich anstrengende Arbeit verrichten muss, muss mit hohen Beiträgen rechnen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann aber auch Interessenten ablehnen. Normalerweise passiert das aber nur bei Menschen mit wirklich gefährlichen Berufen oder schwerwiegenden Vorerkrankungen.

Und wie versichern sich Menschen, die einem besonders gefährlich Beruf nachgehen, etwa als Pyrotechniker bei einer Event-Agentur oder Messerwerfer im Zirkus? Ja, sogar Artisten, die wirklich gefährliche Nummern vorführen, können sich mittlerweile versichern! Sie erhalten dann, je nach Versicherung, unterschiedlich hohe Invaliditätsleistungen.

Was ist der Unterschied zwischen BU und Erwerbsunfähigkeit?

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn du gar nicht mehr in der Lage bist, deinem Beruf nachzugehen.

Beispiel: Ein Sänger, der seine Stimme verliert, ist berufsunfähig, weil er nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Er könnte aber beispielsweise als Koch arbeiten und gilt daher nicht als erwerbsunfähig. Das bedeutet: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung würde zahlen, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung hingegen nicht.

Ist eine Unfallversicherung eine sinnvolle Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Versicherungsexperte Marcus Ruske: „Eine Unfallversicherung ist normalerweise keine gute Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn sie zahlt nur, wenn man seinem Beruf aufgrund eines Unfalls nicht mehr nachgehen kann.“ Das bedeutet: Wenn du durch eine Krankheit berufsunfähig wirst, zahlt sie nicht, denn dies ist kein „Unfall“ im Sinne der Versicherung.

Haftpflichtversicherung

Für dein Unternehmen brauchst du eine Betriebshaftpflichtversicherung. Sie schützt dein Unternehmen vor den Schadenersatzansprüchen Dritter, also beispielsweise deiner Kunden oder Geschäftspartner: Einmal nicht richtig aufgepasst, kannst du plötzlich auf hohen Kosten sitzen.

Hausratversicherung

Die sogenannte „Inhaltsversicherung“ ist die Hausratversicherung für geschäftlich genutzte Räume. So wie die Hausratversicherung Schäden in deiner Privatwohnung absichert (z.B. durch Feuer, Wasserschaden oder Einbruch), so schützt die Inhaltsversicherung deine Büroräume.

Altersvorsorge

„Normale“ Angestellte zahlen jeden Monat in ihre Rentenversicherung ein und selbst sie machen sich sorgen, dass ihre Rente später nicht ausreichen wird. Als Freiberufler sollte man sich so früh wie möglich um die passende Altersvorsorge kümmern. Dazu bietet es sich an, mit einem Versicherungs- und Finanzexperten zu sprechen. Gute Experten erkennt man daran, dass sie neutral beraten und nicht von einer Provision abhängig sind.  Tipp: Die Experten von Knip bieten eine unabhängige Beratung, denn sie bekommen allein ein Festgehalt und haben daher keinen „Verkaufsdruck“.

Klar ist: Es gibt jede Menge Versicherungen für Freiberufler. Einige sind sehr wichtig, andere unnötig. Lass dich also am besten beraten, welche Versicherungen für dich sinnvoll sind und welche du dir sparen kannst. Vergleichen sollte man dabei jedoch nicht nur den Preis, sondern auch die Leistung. Die Versicherungsexperten von Knip ermitteln immer das Angebot, das am besten zu deinen Bedürfnissen passt, ehrlich und unabhängig.