Jetzt heißt es: Ab ins Grüne! Der Garten wird zum Zweitwohnsitz und in Schuss gebracht, um bei den ersten Sonnenstrahlen mit einem kühlen Bier den Nachmittag genießen zu können. Die Versicherungsexperten von Knip.de zeigen, wie man Garten und Co. einbruchsicher macht. Das Beste? Die meisten Tipps kosten keinen Cent.

Wenn das Wetter schöner wird, werden der Balkon bepflanzt und die Gartenmöbel aus dem Keller gekramt.Wer viel Zeit und Geld in seinen Garten investiert, sollte diesen auch schützen. Unter anderem, damit die Versicherung im Schadensfall zahlt! Eine gute Versicherung sorgt dafür, dass Bäume, Blumenbeete und Gartenhäuschen gut geschützt sind, wie wir in einem Beitrag zum Thema Gartenversicherung erklärt haben. Damit die Versicherung im Ernstfall zahlt – oder es gar nicht erst soweit kommt, dass man sie braucht – muss der Versicherte einige Vorsorgemaßnahmen treffen, vor allem, weil die Zahl der Einbrüche rasant steigt, wie Knip berichtet hatte.

Versicherungsexperte Marcus Ruske von Knip.de erklärt: „Steht der vergoldete Gartenzwerg unbewacht im Vorgarten, wird eine Versicherung den Wert natürlich nicht ersetzen. Genauso verhält es sich mit der Gartenlaube. Ist sie nicht verschlossen, wird nach einem Einbruch keine Versicherung dafür aufkommen! In den meisten Verträgen steht, welche Sicherheitsvorkehrungen man treffen muss, damit die Versicherung im Schadensfall auch zahlt. Daran sollte man sich unbedingt halten.“

Nachtsichtkameras und Bärenfällen sind aber nicht nötig: Meist reichen ein paar einfache Tipps, um den Garten nicht nur sommer-fit, sondern auch einbruchsicher zu machen. Dann kann man den Sommer entspannt genießen.

Tipps für einen einbruchsicheren Garten

So lässt sich der Sommer unbeschwert genießen.

Sichtschutz & Co.: Hohe Hecken? Hohes Risiko!

Hohe Hecken sind ein natürlicher und schöner Sichtschutz. Das Problem: Auch der Einbrecher profitiert davon! Er kann vor fremden Blicken geschützt, ganz entspannt versuchen, Garten- oder Haustür zu öffnen. Daher sollte man hohe Hecken am besten vermeiden.

Wer nicht darauf verzichten will, sollte dafür sorgen, dass der Garten gut ausgeleuchtet ist. Ein Bewegungsmelder, der mit einer Lampe verbunden ist, ist ein guter Schutz. Außerdem sollten in der Nähe des Hauses keine hohen Bäume sein, über die ein Einbrecher in die oberen Etagen gelangen könnte.

Gut geschützt mit Maschendraht

Zäune bieten im Gegensatz zu Hecken einen guten Schutz vor unerwünschten Eindringlingen. Sie dienen in erster Linie der Abschreckung. Viele Einbrecher sind keinesfalls professionell, sondern nutzen schlicht und einfach eine sich bietende Gelegenheit. Ist ein Haus umzäunt, wird sie das womöglich abschrecken. Aus Angst, beim Klettern über den Zaun gesehen zu werden, sehen viele ungebetene Gäste davon ab und suchen sich ein einfacheres Ziel.

Steckdosen in Garten und Hütte: Dieben den Strom abdrehen!

Stromanschlüsse sollten gut abgesichert und ausgeschaltet sein, wenn man sie nicht benötigt. Sonst könnten Einbrecher die Stromquelle nutzen, um sich mithilfe elektrischer Geräte schneller Zugang ins Haus zu schaffen.

Gartenlaube: Tür und Fenster sichern

Oft steht die Gartenlaube nicht so, dass man sie immer im Blick hat. Für Einbrecher ist es ein Leichtes, ein Fenster einzuschlagen und in das Gartenhäuschen einzudringen. Auch wer keine wertvollen Gegenstände in der Gartenlaube lagert, sollte daher über Fenstergitter nachdenken.

Allein die Tatsache, dass ein Einbrecher sicher nicht auf die Idee kommt, ein Fenster einzuschlagen, das vergittert ist, ist ein Pluspunkt. Immerhin spart man sich den Ärger mit dem Auswechseln der Fensterscheibe! Im Winter oder wenn das Gartenhäuschen über einen längeren Zeitraum nicht benutzt wird, sind alternativ auch Vollholzplatten für die Verriegelung der Fenster eine gute Idee.

Bei Vorhängeschlössern gibt es große Unterschiede bei der Qualität. Ein Buntbartschloss lässt sich in einer halben Minute knacken und ist daher nicht zu empfehlen. Zylinderschlösser hingegen sind eine Nummer sicherer und daher die bessere Wahl, um seine Gartenlaube einbruchsicher zu machen. Mithilfe einer Scharniersicherung wird dem Eindringling auch das Aushebeln der Tür erschwert.

Wer sich nicht auskennt, sollte sich beraten lassen, um das beste Schloss zu finden. Tipp: Beim Aussuchen des Schlosses vielleicht nicht gleich laut dem ganzen Laden erklären, wo man wohnt und wann man in den Sommerurlaub fliegt!

Alarmanlage

Vor allem für Schrebergartenbesitzer, die nicht in der Nähe ihres Gartens wohnen und einen Schaden unter Umständen tage- oder wochenlang gar nicht bemerken, ist eine Alarmanlage eine sinnvolle Investition. Im Ernstfall sorgt eine gute Alarmanlage dafür, dass Einbrecher wesentlich weniger Zeit haben, das Gartenhäuschen auszuräumen, weil Polizei oder Nachbarn frühzeitig alarmiert werden.

Die Auswahl bei den Alarmanlagen ist groß: Neben Lichtschranken für den Außenbereich und Erschütterungsmeldern für Fenster kann man Magnetkontakte oder Bewegungsmelder installieren. Während Funkmelder auch nachträglich in das Gebäude integriert werden können, muss die Installation eines Drahtmelders schon beim Bau der Gartenlaube oder des Hauses, bzw. bei der Verkabelung, bedacht werden. Ein Bewegungsmelder, der mit einer Lichtquelle verbunden ist, ist eine gute Alternative. Wenn eine Lampe angeht, sobald man das Grundstück betritt, ist das eine wirksame Abschreckung! Wenn Einbrecher eines nicht mögen, dann ist es plötzliche Aufmerksamkeit durch eine sich einschaltende Lampe.

Kameras machen den Garten einbruchsicher

Überwachungskameras und andere Sicherheitsmaßnahmen: Je auffälliger, desto besser

Sicherheitsmaßnahmen und Installationen gut sichtbar anbringen

Sicherheitsvorkehrungen sind gut und schön, sind aber vor allem dann effektiv, wenn der Einbrecher sie auch wahrnimmt. Eine Kamera also so aufstellen, dass Diebe sie sehen müssen.

Fazit: Je offensichtlicher die Sicherheitsvorkehrungen sind, desto höher ist die Chance, dass ein Einbrecher abgeschreckt wird und es lieber woanders versucht!

Nicht vergessen: Auch die Garage einbruchsicher machen

Man stelle sich vor: Der Garten ist vollkommen einbruchsicher. Es gibt Videokameras, Bewegungsmelder und mindestens zwei gelangweilte Nachbarn, die ihre Zeit gerne am Küchenfenster verbringen. Und dann das: Die Garage wird leider viel zu oft stiefmütterlich behandelt und damit die Achillesferse der Sicherheitsvorkehrungen!

Oft befinden sich in der Garage im Vergleich zur Gartenlaube teurere Gegenstände wie Fahrräder oder gar elektronische Geräte, die im Auto liegen gelassen wurden. Wer da ein Garagentor hat, das seit Jahren nicht gewartet wurde, tut Einbrechern einen großen Gefallen.

Also unbedingt darauf achten, dass sowohl Garagentor als auch die Verbindungstüre zum Haus richtig gesichert sind!

EXTRA: Kleines Budget – großer Effekt

Keine Wertgegenstände in der Gartenlaube aufbewahren!

Wertgegenstände, die in der Gartenlaube aufbewahrt werden, sind nicht mitversichert. Versicherungsexperte Marcus Ruske: “Die Hausratversicherung käme also auch dann nicht für die Kosten auf, wenn man seine Gartenlaube als Zusatz in der Hausratversicherung mitversichert hat. Am besten prüft man seine Police auch dahingehend, ob Gartengeräte und Rasenmäher in der Versicherung integriert sind oder nicht.” Im Zweifelsfall sollte man diese lieber im Keller lagern. Einbrecher, die überhaupt in ein Gartenhäuschen einsteigen, sind nicht wählerisch. Man kann davon ausgehen, dass sie vom Gartenwerkzeug über den Wein bis zum kleinen Fernseher alles mitnehmen, was sich weiterverkaufen lässt.

Ordnung ist das halbe Leben

Herumliegende Gartenwerkzeuge können erstens natürlich einfach eingesammelt und mitgenommen werden. Versichert sind sie in so einem Fall natürlich nicht. Zweitens erleichtern sie Einbrechern die Arbeit, die dann nicht einmal mehr ihr eigenes Werkzeug brauchen, um Gartenhäuschen oder Kellertür aufzubrechen! Auch eine Leiter offen im Garten liegen zu lassen ist keine so gute Idee.

Warnschild

Man kann ein Schild mit einer Warnung vor dem Hund am Gartentor anbringen. Auch wenn man gar keinen Hund hat, wird es ein Einbrecher vielleicht nicht darauf ankommen lassen wollen. Einen Versuch ist es also wert!

Einfach, aber effektiv: Aufmerksame Nachbarn

In einer gut funktionierenden Nachbarschaft ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Nachbarn ungewöhnliche Vorkommnisse und Veränderungen bemerken. Unbekannte Personen oder Autos fallen auf, sodass Einbrüche erkannt oder zumindest im Nachhinein geschildert werden können.

Was, wenn trotzdem etwas passiert?

Sollte es doch zu einem Einbruch in den Garten kommen, sollte man folgende vier Schritte unternehmen:

  1. Sofort die Polizei verständigen
  2. Den Einbruchsort – also Garten, Terrasse, Balkon oder Gartenhäuschen – nicht aufräumen
  3. Eine Liste mit allen gestohlenen Dingen erstellen
  4. Die Versicherung informieren. Am besten reicht man zusammen mit der Schadensmeldung auch Kaufbelege der gestohlenen Gegenstände ein. Diese sollte also immer aufbewahrt werden.