Immer mehr Menschen setzen auf Car-Sharing und Mitfahrgelegenheit statt ein eigenes Auto. Die Experten von Knip.de erklären, worauf man dabei achten sollte.

Car-Sharing für Anbieter und Nutzer

Gerade junge und urbane Menschen leisten sich immer häufiger kein Auto mehr. Erstens ist der Unterhalt durch Kfz-Versicherung, Benzin und Wartungskosten sehr hoch. Und zweitens lohnt sich ein Auto in Städten kaum, weil man mit öffentlichen Verkehrsmitteln meist bequemer und sogar schneller ans Ziel kommt. Wer schon einmal zur Rush Hour mit dem Auto durch die Stadt zur Arbeit gefahren ist, kann das sicher nachvollziehen.

Dennoch ist ein Auto natürlich gemütlicher, wenn man den wöchentlichen Großeinkauf erledigen muss oder die Eltern in einem anderen Bundesland besucht. Mittlerweile haben sich viele Anbieter entwickelt, die genau dieses Problem lösen: Car-Sharing und Mitfahrgelegenheiten boomen. Doch was muss man wissen?

Car-Sharing: Was ist das eigentlich?

Car-Sharing bezeichnet – wer hätte das gedacht – die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeugs. Man unterscheidet dabei zwischen privatem und gewerblichem Car-Sharing. Beim gewerblichen Car-Sharing bieten Autovermietungen die Möglichkeit, Fahrzeuge nur für ein paar Stunden zu mieten statt tageweise. Beim privaten Car-Sharing teilen Privatpersonen ihr Fahrzeug mit anderen, die dafür eine Art Miete an den Fahrzeughalter zahlen.

Wie funktioniert Car-Sharing?

Interessenten finden Angebote privat oder im Internet auf der Webseite der gewerblichen Car-Sharing-Anbieter. Die beteiligten Nutzer vereinbaren vertraglich die gemeinsame Nutzung. Jeder Beteiligte kann dann das Fahrzeug für den gewünschten Zeitraum buchen und an einem vereinbarten Ort abholen und dort wieder abstellen. Meist muss man protokollieren, in welchem Zustand man das Fahrzeug aufgefunden hat. Zudem müssen oft der Tank- und Kilometerstand dokumentiert werden. Beim gewerblichen Car-Sharing bekommen Nutzer oft eine Chipkarte, mit der sie das Fahrzeug öffnen können. In der Regel zahlt man eine einmalige Bearbeitungsgebühr und eine Kaution. Bei den Nutzungsbeiträgen kommt es auf den Vertrag an: Häufig werden regelmäßige Mitgliedsbeiträge fällig; zusätzlich dazu zahlt man pro Kilometer einen bestimmten Betrag.

Beim privaten Car-Sharing stellt eine Person ihr Fahrzeug gegen eine Gebühr zur Verfügung, erwirtschaftet damit aber keinen Gewinn. Sobald ein Gewinn erzielt wird, spricht man von einer gewerblichen Nutzung. In diesem Fall greift die reguläre Versicherung der Privatperson nicht.

Gewerbliches Car-Sharing gibt es vor allem in Städten, wo ein relativ kleiner Anteil ein eigenes Auto besitzt. Bei dieser Option mietet man für ein paar Stunden oder länger ein Auto von einem Car-Sharing-Unternehmen. Wenn man allerdings ein Auto für mehrere Tage braucht, sollte man unbedingt Preise vergleichen. Dies kann bei einem klassischen Mietwagenunternehmen deutlich günstiger sein als die Car-Sharing-Alternative. Für ein paar Stunden lohnt sich die Anmietung eines Mietwagens andererseits meist nicht, sodass hier Car-Sharing eine gute Option ist.

In der Regel lassen sich kommerzielle Car-Sharing-Wagen deutlich spontaner buchen als die private Alternative. Der Mieter kann das Auto entweder an einer Abholstation abholen oder über eine App Autos finden, die für gewerbliches Car-Sharing zur Verfügung stehen und dank des „Free Floating“-Prinzips über die Stadt verteilt parken. Meist können diese Autos nach der Nutzung wieder an einem beliebigen Ort im vertraglich festgelegten Radius abgestellt werden.

Vor- und Nachteile von Car-Sharing

Car-Sharing ist natürlich deutlich umweltfreundlicher als ein eigenes Auto. Durch die Vermietung wird für eine optimale Auslastung eines Wagens gesorgt. Man schätzt, dass ein Car-Sharing-Auto etwa zehn Privatfahrzeuge ersetzt.  

Wer das Angebot für den Weg zur Arbeit nutzen möchte, sollte die anfallenden Kosten vor der Nutzung jedoch einmal durchrechnen. Gerade im Berufsverkehr sind öffentliche Verkehrsmittel meist deutlich schneller. Allein die Parkplatzsuche nach der Nutzung kann viel Zeit kosten. Meist kommt hinzu, dass man zuerst zu einer Abholstation fahren muss, um das Auto abzuholen. Man sollte für Erledigungen also ausreichend Zeit einplanen. Vor allem außerhalb großer Städte darf man zudem nicht damit rechnen, einfach und flexibel ein Auto leihen zu können. In der Regel ist das Angebot dort nämlich deutlich abgespeckter. Für Großstädter, die eigentlich kein Auto brauchen, aber gelegentlich einen Einkauf oder Ähnliches mit dem Auto erledigen wollen, lohnt sich Car-Sharing jedoch auf jeden Fall. Eine flexiblere oder preisgünstigere Sofort-Lösung wird man kaum finden. Die Kosten für Fahrzeughaltung fallen für Mieter weg, auch um Parkplatzmiete und Versicherungen muss man sich nicht kümmern. Hinzu kommt, dass vor allem gewerbliche Angebote auf Autos setzen, die technisch auf dem neuesten Stand sind.

Ein gutes Gefühl: Sicher mit Car-Sharing und Mitfahrgelegenheit!

Ein gutes Gefühl: Sicher mit Car-Sharing und Mitfahrgelegenheit!

Car-Sharing: Welche Versicherung brauche ich?

Beim privaten Car-Sharing ist der Nutzer des Fahrzeugs über die Haftpflicht- und Kaskoversicherung des Fahrzeugbesitzers abgesichert. Anders ist es, wer ein eigenes Auto besitzt: Dann braucht man zwingend eine eigene Kfz-Versicherung!

Für Car-Sharing-Anbieter

Stellt man selbst seinen Wagen zur Verfügung, sollte man unbedingt seine Police dahingehend überprüfen, ob sie im Schadensfall einen ausreichenden Schutz bietet. Die Versicherungssumme sollte nicht zu niedrig angesetzt sein. Außerdem sollte man sich darüber informieren, wer das Auto laut Versicherungsvertrag fahren darf. Meist zahlt man zwar niedrigere Beiträge, wenn der Fahrerkreis begrenzt ist. Diese Begrenzung ist aber nicht sinnvoll, wenn man privates Car-Sharing anbietet. Dann bestünde nämlich kein Versicherungsschutz, wenn ein Fremder einen Unfall mit dem Wagen hat. Zudem sollte man sich darüber informieren, welche Fälle von der Versicherung übernommen übernommen werden. Kosten für Pannenhilfe und Abschleppdienst sollten beispielsweise übernommen werden. Als Anbieter kann man natürlich eine gesonderte Versicherung abschließen, sodass man nach einem Unfall, der von einem Mieter verursacht wurde, nicht mit höheren Prämien rechnen muss.

Bei Fragen wendet man sich am besten direkt an seinen Berater, der weiß, ob Kfz- und Kfz-Haftpflichtversicherung eine ausreichende Deckung für privates Car-Sharing bieten oder angepasst werden müssen.  Frag am besten deinen Knip-Berater!

Kaskoversicherung

Voll- und Teilkaskoversicherungen greifen bei Schäden, die durch Brand, Elementarschäden, Vandalismus oder Diebstahl entstehen. Vor allem für gewerblich genutzte Fahrzeuge wird meist eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen, sodass die Versicherung auch Kosten übernimmt, die durch Eigenverschulden entstehen.

Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für die Kosten auf, die durch Dritte verursacht wurden. Ist der Mieter des Wagens also in einen Unfall verwickelt, übernimmt die Kfz-Haftpflichtversicherung die daraus entstehenden Kosten. Teilweise ist dieser Schutz auf einen engen Fahrerkreis begrenzt. Am besten lässt man seinen Berater prüfen, ob die Versicherung auch haftet, wenn das Auto verliehen wurde. Man sollte sichergehen, dass in der Police nicht nur der Fahrzeughalter am Steuer erlaubt ist, sondern auch weitere Fahrer. Zwar muss man dann mit höheren monatlichen Beiträgen zur Versicherung rechnen; bei einem Unfall erhält man aber auch Geld von der Versicherung, wenn der Mieter einen Unfall verursacht hat.

Für Car-Sharing-Nutzer

Meist braucht man für die private Nutzung von Car-Sharing-Angeboten keine zusätzlichen Versicherungen. Die Fahrzeuge sind über den Halter abgesichert. Allerdings muss der Nutzer eines Fahrzeugs je nach Vertrag im Schadensfall meist einen Selbstbehalt zahlen oder eine Kaution beim Anbieter hinterlegen.

Bei der gewerblichen Nutzung von Car-Sharing-Angeboten ist der Preis für Haftpflicht- und Kaskoversicherung ebenfalls im Mietpreis inklusive. Allerdings sehen auch viele gewerbliche Anbieter eine Selbstbeteiligung vor. Wer regelmäßig Car-Sharing-Angebote nutzt, kann über einen zusätzlichen Schutz nachdenken. Für weniger als 100 Euro jährlich kann man bei vielen Anbietern eine Zusatzversicherung abschließen, die greift, wenn man einen Unfall mit einem der Car-Sharing-Autos hatte. Man zahlt dann im Schadensfall einen geringeren Selbstbehalt. Das kann sich lohnen! Ohne Zusatzversicherung beträgt der Selbstbehalt meist zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Mit einer Zusatzversicherung kann man den Selbstbehalt auf etwa 250 Euro reduzieren.

Natürlich gelten bei der Nutzung eines Fahrzeugs die jeweiligen Vertragsbedingungen. Als Nutzer sollte man sich also unbedingt über den Versicherungsvertrag des Halters und dessen Deckung informieren. Bei grober Fahrlässigkeit zahlen Versicherer nicht. Am besten prüft man den Versicherungsvertrag des Anbieters bevor man persönliche Daten für die Anmeldung angibt und einen Vertrag mit dem Vermieter unterschreibt.

Gut geschützt unterwegs, ob mit Car-Sharing oder Mitfahrgelegenheit

Gut geschützt unterwegs, ob mit Car-Sharing oder Mitfahrgelegenheit

Das sollten Car-Sharing-Anbieter beachten:

Unbedingt den bestehenden Versicherungsvertrag überprüfen:

  • Ist die Versicherungssumme hoch genug angesetzt?
  • Ist der Fahrerkreis begrenzt?
  • Wie häufig dürfen Dritte das Fahrzeug nutzen bevor es als gewerbliche Nutzung gilt und nicht mehr als private?
  • Werden Kosten für Pannenhilfe und Abschleppdienst übernommen?
  • Lohnt sich eine gesonderte Versicherung, sodass die Versicherungsbeiträge nach einem durch einen Dritten verursachten Schaden nicht steigen?

Das sollten Car-Sharing-Nutzer beachten:

  • In der Regel darf jeder, der einen Führerschein hat, Car-Sharing nutzen; teilweise ist ähnlich wie bei regulären Mietwagen ein Mindestalter für die Nutzung festgeschrieben.
  • Nur die im Vertrag festgelegte Person darf das geliehene Auto auch fahren. Lenken Freunde oder Verwandte das Auto, genießen sie keinen Versicherungsschutz!
  • Unbedingt den Versicherungsvertrag des Anbieters prüfen!
  • Die Fahrzeuge sind bei privater Nutzung immer über den Halter abgesichert. Meist wird im Versicherungsvertrag festgelegt, wie oft ein Auto von einem Dritten genutzt werden darf, damit die Nutzung noch als privat gilt.
  • Je nach Vertrag muss der Fahrer im Schadensfall einen Selbstbehalt zahlen; mit einer Zusatzversicherung kann man diesen Beitrag deutlich reduzieren.
  • Bei grober Fahrlässigkeit zahlen Versicherer nicht.

Mitfahrgelegenheit für Fahrer und Mitfahrer

Mit Mitfahrgelegenheiten, also Fahrgemeinschaften, kommt man oft schneller an sein Ziel als mit dem Fernbus und günstiger als mit der Bahn. Daher wird diese Transportart immer beliebter bei Großstädtern, die in der Stadt kein Auto brauchen, aber gelegentlich längere Fahrten unternehmen, um Freunde und Verwandte zu besuchen. Auch für Anbieter von Mitfahrgelegenheiten lohnt sich die Gemeinschaft: Sie bessern ihre Spritkasse auf und können sich auf langen Fahrten mit Mitreisenden unterhalten.

Der Halter des Wagens bietet eine Fahrt von A nach B an und Interessierte können einen Sitz im Fahrzeug buchen. Sie zahlen dann eine vorher festgelegte Summe an den Fahrer. Dieses Modell lohnt sich vor allem bei längeren Fahrten und insbesondere für Fahrten von einer Großstadt in die andere.

Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an Online-Börsen, auf denen Fahrer und Mitfahrer zueinander finden können. In der Regel werden Fahrten relativ spontan ins Internet gestellt, sodass man ein wenig flexibel sein muss.

Mitfahrgelegenheit: Welche Versicherung brauche ich?

Haftpflichtversicherung

Verursacht der Mitfahrer einen Schaden am Auto, ist dieser über seine Haftpflichtversicherung geschützt. Sie greift, wenn man das Eigentum Dritter beschädigt. Hat der Mitfahrer keine Haftpflichtversicherung und kann nicht selbst für die entstandenen Kosten aufkommen, greift die Haftpflichtversicherung des Fahrers, sofern er einen Ausfallschutz integriert hat. Bleibt er auf dem Schaden sitzen, übernimmt diese Zusatzversicherung die entstandenen Kosten.

Kfz-Haftpflichtversicherung

Bei einem Unfall, der nicht vom Fahrer verursacht wurde, muss dieser unter Umständen dennoch Schmerzensgeld an die Mitfahrer zahlen, da er für die Schäden an seinen Mitfahrern haftbar gemacht werden kann. Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Fahrers kommt bei privaten Fahrten dann für die entstandenen Kosten auf. Personen-, Sach- und Vermögensschäden werden abgedeckt.

Achtung: Verursacht man als Fahrer selbst einen Unfall, kommt die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung für den Schaden an Mitfahrern und allen am Unfall Beteiligten auf. Eine Insassenversicherung ist also nicht nötig. Man erhält allerdings selbst keine Leistung aus der Versicherung. Eine Ausnahme gibt es, wenn man den Unfall unverschuldet verursacht hat. Was bedeutet das? Erleidet man am Steuer einen Herzinfarkt oder ist ein geplatzter Reifen für den Unfall verantwortlich, erhält man Geld aus der eigenen Haftpflichtversicherung.

Nutzt man die Fahrgemeinschaft für den Weg zur Arbeit, ist man ohnehin über den Arbeitgeber unfallversichert. Normalerweise gilt diese Versicherung nicht für Umwege, die man aus privaten Gründen macht. Bei Mitfahrgelegenheiten werden jedoch auch Unfälle abgedeckt, die auf Umwegen passieren, weil man einen anderen Mitfahrer abholen oder absetzen musste. Bei allen anderen Umwegen greift die Versicherung jedoch nicht! Das gleiche gilt übrigens für Schüler und Studenten auf dem Weg in die Schule oder Uni.

Wenn man für den Fahrer eine Mitfahrgelegenheit das Steuer übernimmt, haftet man selbst für Unfälle und muss für daraus entstehende Kosten aufkommen. Der Fahrzeughalter ist dann nicht in der Haftung. Man sollte sich also nur dann auf den Fahrersitz setzen, wenn das Auto über eine Vollkaskoversicherung verfügt. Nur dann werden Kosten übernommen; weder die Kfz-Haftpflichtversicherung des Autos noch die eigene Haftpflichtversicherung würden Schäden abdecken.

Unterschied zwischen privater und gewerblicher Mitfahrgelegenheit

In der Regel nehmen Mitfahrer eine private Mitfahrgelegenheit in Anspruch. Fahrer bieten eine Fahrt an, um die Benzinkosten für die Fahrt zu decken. Sobald der Fahrer jedoch einen Gewinn mit der angebotenen Fahrt erzielt, gilt diese als gewerblich; der Fahrer verstößt in diesem Fall gegen das Personenbeförderungsgesetz. In diesem Fall braucht der Fahrer einen gesonderten Versicherungsschutz. Aber auch die Insassen sind dann nicht über die Kfz-Haftpflichtversicherung des Fahrers geschützt. Daher sollte man sich vor der Fahrt darüber informieren, ob es sich um eine private oder eine gewerbliche Fahrt handelt. Es gibt einige Anhaltspunkte, die einen Eindruck vermitteln. Wie viele Fahrten hat der Fahrer inseriert? Finden an einem Tag mehrere Fahrten hin und zurück statt? Fährt der Anbieter gar einen Kleinbus und vergibt dementsprechend viele Sitze? Wie viel Geld verlangt er für eine Fahrt? Im Zweifelsfall sollte man nicht mitfahren, denn im Falle eines Unfalls, steht man dann ohne Versicherungsschutz da.

Warten auf die Mitfahrgelegenheit

Warten auf die Mitfahrgelegenheit

Für Fahrer: Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?

Bei Unfällen kann schnell ein Schaden in Millionenhöhe entstehen. Dies gilt vor allem dann, wenn bei einem Unfall Menschen schwer verletzt wurden und eine lange Behandlung sowie unter Umständen lebenslängliche Pflege nötig werden. Daher sollte man eine Mindestdeckung von etwa 10 Millionen Euro vereinbaren.

Haftungsverzichtserklärung: Ja oder nein?

Mit einer Haftungsverzichtserklärung bestätigt der Mitfahrer, dass er auf eigene Gefahr in der Fahrgemeinschaft mitfährt. Sofern der Fahrer nicht grob fahrlässig handelt, erhält der Mitfahrer nach Unterschrift im Schadensfall keine Leistungen, die nicht ohnehin von einer Versicherung abgedeckt werden. Normalerweise sind persönliche Gegenstände, die zum Zeitpunkt des Schadens nicht am Körper getragen werden, nicht versichert. Dazu zählt beispielsweise der Kofferinhalt samt Laptop und Schmuck. Die Mitfahrer könnten in diesem Fall aber einen Schadensersatzanspruch an den Fahrer stellen, um sich diese Gegenstände ersetzen zu lassen. Haben Sie eine Haftungsverzichtserklärung unterzeichnet, verzichten sie darauf.

Für den Fahrer ist es eine sinnvolle Idee, seine Mitfahrer eine solche Erklärung unterschreiben zu lassen. Mitfahrer sind aber natürlich nicht dazu verpflichtet, diese auch zu unterschreiben. Ihnen wird dazu geraten, dies nicht zu tun. Hat der Fahrer einen Versicherungsvertrag mit einer geringen Versicherungssumme, blieben die Mitfahrer auf darüberhinausgehenden Kosten sitzen.

Das müssen Fahrer beachten:

  • Bei Glatteis lieber die Fahrt absagen und auf die Bahn umsteigen. Das Unfallrisiko ist dann einfach zu hoch.
  • Beim Inserieren sollte man möglichst große Städte angeben, die notfalls in der Nähe des Zielorts liegen. Man muss dann zwar einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, um Mitfahrer abzuholen oder abzusetzen, aber die Fahrt ist dann für Interessenten leichter zu finden.

Das müssen Mitfahrer beachten:

  • Mitfahrer sind über die Haftpflichtversicherung des Fahrers, bzw. Unfallverursachers mitversichert. Ausnahme sind Sachgegenstände, die unter Umständen nicht von der Versicherung übernommen werden.
  • Vor einer Fahrt Name, Telefonnummer und Autokennzeichen notieren und einem Freund oder Bekannten geben, den man informiert, wenn man wohlbehalten angekommen ist.
  • Keine Haftungsverzichtserklärung unterschreiben, es sei denn, man kennt den Versicherungsvertrag des Fahrers genau und weiß, dass der Versicherungsschutz angemessen ist und man im Schadensfall nicht auf den entstandenen Kosten sitzenbleibt.

Beachtet man diese einfachen Tipps, steht einer guten Fahrt sicher nichts mehr im Wege! 

Übrigens: Ihr wolltet immer schonmal wissen, wieviele Jahre unseres Lebens wir auf der Autobahn verbringen und wie viel wir im Leben für Benzin ausgeben? Das 1a-Verbraucherportal hat interessante Grafiken rund um das Thema Auto.


 

knip-ag-experte-marcus-ruske-knip-deDein Kontakt zu den Experten von Knip

Du suchst eine günstige Kfz-Versicherung?

In der Knip-App kannst du deine Versicherungen nicht nur digital verwalten, sondern kannst dir auch ein Angebot machen lassen für eine günstige Alternative zu deinen bestehenden Versicherungen oder für eine neue Versicherung!

Deine Knip-Berater helfen dir außerdem gerne per Email, Telefon oder Chat! Du erreichst sie kostenfrei Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr.

HIER findest du alle Kontaktdaten!