Reich im Alter – das wäre toll! Das Magazin Business Punk hat es in Heller und Pfennig ausgerechnet: Wer im Alter Millionär sein möchte, der sollte zeitlebens ein bisschen was zurücklegen. Und wie viel beziehungsweise WENIG das tatsächlich ist, das erstaunt dann doch… Teil 3 unserer Lifestyle-Serie!

lifestyle-neue-serieAber damit das mit dem Reichtum klappt, müsste man schon mit liebgewonnenen Routinen brechen und sich am Riemen reißen. Denn klar: Jeden Taler kann man nur einmal ausgeben. Geht die Kohle für Zigaretten drauf, dann landet sie nicht im Sparstrumpf oder in der Lebensversicherung. Die Glimmstengel sind aber nur ein Teil des Problems.

Dass es einen eleganten Weg gibt, um die Grenze zur eigenen Million zu überwinden, erklärt Finanzberater David Bach. Business Punk zitiert seine Maxime wo folgt: „Vom Sparer zum Millionär.“

Lass dein Geld für dich arbeiten

Wie geht es? „Anstatt sich als Küchenhilfe den Allerwertesten aufzureißen, sollte man einfach sein Geld auf die hohe Kante legen.“

Aha, so einfach so ergreifend? Ja, mit einem kleinen Schönheitsfehler. Für die Kalkulation geht der Wirtschaftsexperte von satten 12 Prozent Dividende aus, was vor dem Hintergrund der aktuellen Zinsen vielleicht etwas hoch angesetzt ist… Womöglich wird es wohl etwas mehr Invest benötigen, um die Millionenmarke mit 65 Lenzen zu knacken.

Lehrreich ist die Rechnung aber dennoch. Business Punk: „Sie zeigt uns, dass Zeit einen kritischen Faktor in Vermögensbildung bildet.“ Mehr übrigens noch, wenn die Verzinsung gerade nicht so toll aus fällt, denn dann lohnt es sich um so mehr, früh mit dem Sparen anzufangen.

Wo kann man sparen, damit man das Geld frei hat für die Altersvorsorge?

Wer mit 55 Jahren startet muss in Rechenbeispiel des Experten täglich 156 Dollar zurücklegen. Wer bereits mit 40 startet muss pro Tag nur 20 Dollar zurücklegen. Wer bereits mit 30 Jahren beginnt, fleißig zu sparen, der muss täglich nur knapp 6 Dollar zurücklegen – Zins und Zinseszins arbeiten für ihn.

Geld für die Altersvorsorge: Kleinvieh macht auch Mist!

Doch woher nehmen und nicht stehlen? Der Wirtschaftsexperte ist ganz pragmatisch: So können man den morgendlichen Kaffee aus dem teuren Coffee-Shop weglassen und spart wenigsten 3,50 Euro, je nach Preisklasse des Heißgetränks wohlgemerkt. Macht pro Woche fast 20 Euro und pro Monat 80 Euro. Der jährliche Spareffekt über 10 Jahre liegt hier bei gut 10.000 Euro – nur durch Kaffee!

Aber beim Frühstück kann man noch mehr sparen. Wie viel kostet nochmal das belegte Baguette vom Bäcker oder der leckere Bagel mit Veggy-Salami aus der angesagten Snack-Bar? 4 Euro? Aha, macht in 10 Jahren nicht nur 10.000 Euro, die durch den Magen wandern, sondern mit Zinseszins ein Vielfaches davon!

Spare heute – denn das lohnt sich doppelt…

Wer sich also bisher gefragt hat, wie er Geld zurücklegen soll, müsste nur einmal auf die täglichen Ausgaben schauen und wird große Sparpotential entdecken. Damit hat man auch die liquiden Mittel um beispielsweise über eine Versicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Lebensversicherung für später vorzusorgen.

Noch mehr Sparpotential erwünscht?
Kein Problem.

Wer täglich 10 Zigaretten raucht, der verbrennt auf diese Weise gut 1.100 Euro pro Jahr. Über 10 Jahre angelegt unter Berücksichtigung des Zinseszinses kommen über die Jahre dabei fast 3.000 Euro heraus – selbst wenn man 9 Jahre weiter raucht. Skurril? Nein – pure Mathematik.

Doch auch wer bereits gesund und rauchfrei lebt, sollte nachrechnen.

Eine Ausgabe, die man heute nicht tätigt, schlägt positiv zu Buche, wenn man das Geld alternativ anlegt. Beispiel: Tut es noch der alte Kühlschrank oder muss es das XXL-Neugerät mit Eiswürfelbereiter sein? Wer 1.500 Euro im Jahr 2017 einspart und anlegt, der kann sich rein rechnerisch im 10. Jahr über 4.100 Euro freuen.