Seit gestern ist es wieder soweit: Die Moped-Saison ist gestartet und Liebhaber der zweirädrigen Maschinen holen ihre Schmuckstücke aus den Garagen hervor. Damit die Saison ohne Probleme starten kann, haben die Versicherungsexperten von Knip 4 Tipps gesammelt.

1.      Die Prüfung auf Herz und Nieren

Das Motorrad hat eine Weile ungenutzt im kalten und feuchten Schuppen oder in der Garage überwintert? Dann gehört zu den ersten Amtshandlungen meist eine Reinigung des treuen Gefährts. Dabei wird es nicht nur von Staub und Schmutz befreit, sondern im nächsten Schritt auch gleich Bremsen, Reifen und Beleuchtung untersucht. Bei den Reifen ist vor allem die Profiltiefe wichtig. Laut Gesetzgeber sind mindestens 1,6 Millimeter vorgeschrieben, aber es dürfen auch gerne deutlich mehr sein. Weil viele Reifen über den Winter etwas Luft verlieren, sollte man den Luftdruck prüfen und gegebenenfalls wieder Luft in die Reifen pumpen. Sollten die Reifen zwar noch akzeptabel aussehen, aber bereits älter als sechs Jahre sein, müssen sie leider gegen neue Reifen ausgetauscht werden. Das Alter der Pneus erkennt man an der sogenannten DOT-Nummer, die in der Reifenplanke eingeprägt ist. Dort zeigen die letzten vier Ziffern die Produktionswoche und das Jahr.

Das lange Überwintern kann auch den Bremsscheiben zusetzen. Wenn Riefen sichtbar sind, muss die Bremsscheibe ausgewechselt werden. Auch sollte überprüft werden, ob noch genug Bremsflüssigkeit im Behälter ist! Überprüft dabei auch die Bremswirkung, Druckpunkt der Bremse und Freilauf der Räder. Auch die Armaturen, wie etwa Bowdenzüge, sollten leichtgängig sein und die Antriebskette sollte korrekt gespannt und geschmiert sein.

Als Motorradfahrer muss man für die anderen Straßenteilnehmer dringend sichtbar sein, weshalb das Einschalten des Abblendlichts Pflicht ist. Die meisten Mopeds und Motorräder sind bereits mit einer Dauerlichtschaltung ausgerüstet, die sich automatisch einschaltet, wenn der Motor läuft. Trotzdem sollten vor der ersten Fahrt die Lampen werden, dazu gehören auch das Brems- und Rücklicht.

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Über den Winter entlädt sich auch mal gerne die Batterie. Wer sie nach längerer Pause wieder aufladen will, sollte darauf achten, den Entlüftungsschlauch korrekt zu legen und erst das Pluskabel und anschließend das Massekabel anzuschließen.

Wessen Motorrad außerdem einen Vergaser hat und diesen vor der Winterpause brav leerlaufen lassen hat, sollte natürlich im Frühjahr frischen Kraftstoff in den Vergaser laufen lassen. Dazu einfach den Benzinhahn öffnen, das ist meist die PRI-Stellung am Benzinhahn, und danach den Benzinhahn wieder schließen.

2.     Nach dem Dornröschenschlaf hilft Starterspray Wunder

Wer sein Motorrad bereits auf Vordermann gebracht hat und alle wichtigen Punkte beachtet hat, sollte eigentlich keine Probleme haben, sein Schätzen wieder zum Laufen zu bringen. Ein paar kleine Tipps gibt es aber trotzdem: Zum Starten des Motors sollte die Beleuchtung, wenn möglich, vollständig abgeschaltet werden. Dann den Motor mit Choke und ohne Gas in Betrieb nehmen und zunächst mit möglichst niedriger Drehzahl warmlaufen lassen. Wenn die Maschine beim Anlassen dennoch Ärger macht, kann man es mit Starterspray versuchen, das in den Luftfilter gegeben wird.

3.     Routine zurückgewinnen

Wenn die Maschine über Monate in die Winterpause gesteckt wird, leidet jedoch oftmals nicht nur die Karosserie, sondern auch die Fähigkeiten des Halters. Es ist also wichtig, dass auch die Motorradfahrer erst wieder ein Gefühl für ihr Zweirad bekommen. Ein paar Fahrmanöver auf einem leeren Parkplatz helfen dabei, wieder ein Gefühl für das Fahrverhalten zu bekommen.

4.     Überprüfe deinen Versicherungsschutz

Motorisierte Fahrzeuge mit geringer Leistung, wie Roller und Mopeds müssen nicht bei einer Zulassungsstelle angemeldet werden und erhalten daher auch kein Kfz-Kennzeichen. Um am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen, benötigen sie jedoch eine Betriebserlaubnis und ein sogenanntes Versicherungskennzeichen. Über dieses auch als „Mopedkennzeichen“ bekannte Schild wird das Bestehen einer gültigen Versicherung nachgewiesen. Das Mopedkennzeichen gilt ab dem 01. März für ein Jahr und muss dementsprechend jährlich erneuert werden.

Der Versicherungsschutz beginnt mit Abschluss des Versicherungsvertrages, den man beim Kauf eines solchen „Mofa-Versicherungskennzeichens“ bekommt.

Ansonsten gilt: Motorrad, Auto oder Moped müssen versichert werden. Denn eine Haftpflichtversicherung ist in Deutschland Pflicht, nicht nur für das Auto, sondern für jedes Kfz. Die Versicherung muss bereits bei der Zulassung nachgewiesen werden. Es lohnt sich, die Versicherungen regelmäßig zu vergleichen – so stellt man sicher, immer den besten Preis für den individuellen Schutz zu erhalten.