Irrtümlicherweise nehmen viele Deutsche an, es sei nicht notwendig eine Hausrat- und eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen. Die Kosten wären zu hoch und eine von beiden reicht sicher aus? Dem ist nicht so! Eine optimale Absicherung besteht, wenn beide Versicherungen vorhanden sind, denn sie haben verschiedene Schwerpunkte.

 

Beide Versicherungen sind keine Pflichtversicherungen und doch im Fall einer Existenzbedrohung durch großen Schaden, enorm wichtig.

 

Was bietet die Hausratversicherung?

Die Hausratversicherung schützt bei Schäden wie beispielsweise Einbruch, auslaufendem Leitungswasser oder Brand, wie der Name sagt, den Hausrat. Also Dinge, die nicht fest mit dem Haus oder der Wohnung verbunden sind, unter anderem Mobiliar, Teppiche, Elektrogeräte oder Bekleidung.

Auch Türen und Fenster gelten als versichert: Entstehen bei einem Einbruch hier Schäden, trägt der Versicherer die Kosten.

Bei Mietwohnungen schließt der Eigentümer allerdings eine Gebäudeversicherung ab. Hier werden von den meisten Versicherungen die Kosten für Schäden durch Einbruch an Fenstern und Türen übernommen. Wichtig hier: Der Vertrag sollte einen Deckungsschutz für Einbruchschäden beinhalten, da nicht alle Mieter zwingend eine Hausratversicherung abschließen.

 

Was trägt die Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung sichert das eigentliche Gebäude ab. Zusätzlich können Garagen oder Carports in den Vertrag eingeschlossen werden. Gerade aus diesem Grund sollte man auf den Schutz der Gebäudeversicherung nicht verzichten. Sturmschäden am Hausdach oder auch an der Markise werden zum Beispiel von der Wohngebäudeversicherung getragen.

Das Risiko des Einbruchdiebstahls deckt die Wohngebäudeversicherung nicht ab, aber Risiken wie beispielsweise Brand und Sturm. Werden Türen oder Fenster aufgrund dieser Ereignisse beschädigt, zahlt die Hausratversicherung nicht.

 

Sind beide Versicherungen zusammen notwendig?

Um bestmöglich abgesichert zu sein, ist es notwendig. Ein Beispiel:

Tritt ein Schaden an den Wasserleitungen auf, zahlt die Wohngebäudeversicherung für die Schäden, die am Gebäude entstanden sind. Auch entstehende Kosten, die mit der Behebung der Schäden anfallen, trägt die Wohngebäudeversicherung.

Wenn keine zusätzliche Hausratversicherung abgeschlossen wurde, muss der Eigentümer  die Schäden, die durch das Wasser am Hausrat entstehen, allein tragen. Das kann unter Umständen existenzbedrohend sein, denn oft wird der Wert unterschätzt.

 

Noch ein Tipp

Unsere Versicherungsexperten empfehlen zusätzlich eine Elementarschadenversicherung abzuschließen. Diese leistet unter anderem Ersatz bei Überschwemmungen, Erdbeben oder Schneedruck. Gerade in bestimmten Regionen Deutschlands ist das unverzichtbar, um nicht in finanzielle Not zu geraten, wenn ein Schadensfall eintritt.

 

Du hast Fragen zu Deiner Absicherung? Wir beraten Dich gern!