Bis 67 arbeiten? Träumst Du auch davon, nicht bis ins hohe Alter zu schuften, sondern ein paar Jahre länger das Rentnerdasein mit seinen Freiheiten zu genießen?

Für eine reguläre Rente müssen Arbeitnehmer ab dem Geburtsjahrgang 1964 bis zum 67. Geburtstag arbeiten. Wer früher in den Ruhestand wechselt, muss Abzüge hinnehmen. Umfragen haben gezeigt, dass die meisten Arbeiter einen Renteneintritt zwischen 55 und 64 Jahren bevorzugen würden, jedoch hohe finanzielle Einbußen fürchten.

Du willst dennoch vorzeitig in Rente gehen? Frühzeitige Planung und anderweitiger Vermögensaufbau macht es möglich.

Wer 1952 oder danach geboren ist, kann frühestens mit 63 Jahren vorzeitig in Rente gehen und muss hohe Abschläge bei der Rentenhöhe hinnehmen.

Das bedeutet konkret: für jeden Monat, den Du früher in Rente gehst und keine Beiträge mehr zahlst, sinkt Deine staatliche Monatsrente um 0,3 Prozent. Wenn Du ein Jahr vor Erreichen der Regelaltersgrenze Rente beantragst, musst Du damit leben, dass die monatliche Rente dauerhaft um 3,6 Prozent niedriger ausfällt.

Gehst Du statt mit 67 schon vier Jahre zuvor, also mit 63 Jahren, in Rente, verzichtest Du auf 14,4 Prozent pro Monat. Im Gegenzug beziehst Du zusätzliche vier Jahre bis zum Erreichen der Altersgrenze Deine monatliche Rente.

Unsere Berater empfehlen mit frühzeitigem Aufbau von Vermögenswerten – zum Beispiel einem Eigenheim – zwischen 60 und 80 Prozent des regelmäßigen Einkommens für den Ruhestand anzustreben. Es sinken im Alter sicherlich die Festausgaben, da die Kinder ausgezogen sind und der Zweitwagen überflüssig wird. Ebenso entfallen die Rentenversicherungsbeiträge und die Steuerlast sinkt zumeist. Ist das Einkommen über die Rente unter diesen 60 – 80 %, sinkt der Lebensstandard jedoch meist stark.

Den angestrebten Mittelwert von etwa 70 Prozent kann die gesetzliche Rente keinesfalls abdecken. Denn die Bezüge des so genannten “Standardrentners” (45 Beitragsjahre, ohne Abschläge und vor Steuern) für Neurentner in 2018 erreichen laut Prognosen der Rentenversicherung nur 47,6 Prozent vom Durchschnittsverdienst eines Arbeitnehmers (vor Steuern). Gesetzlich garantiert sind bis 2020 bislang nur 46 Prozent, bis 2030 sogar nur 43 Prozent. Verdienst Du beispielsweise heute monatlich 3500 Euro brutto, erhältst Du nach 45 Jahren Beitragszahlung monatlich nur noch 1676 Euro. Die angestrebten 70 Prozent vom bisherigen Einkommen wären jedoch 2450 Euro.

Die zusätzliche Altersvorsorge sollte also eine monatliche Lücke von 773 Euro schließen.

Das ist nicht wenig und je später Du mit Deiner Vorsorge beginnst, um so schwerer wird es, diese Lücke zu schließen und Deinen Lebensstandard zu halten.

Neben Immobilien und Festgeldkonten, ist die Riester-Rente oder die Basis-Rente eine Option. Der Staat fördert die beide durch Zulagen und Steuervorteile. Doch diese sind mehr für Familien wirklich rentabel. Am meisten profitieren Familien mit drei und mehr Kindern wegen der hohen Kinderzulagen. Ein Nachteil ist leider, dass die Riester-Rente bei Auszahlung besteuert wird. Der in der Ansparphase vom Staat gewährte Steuervorteil wird hierdurch wiederum minimiert. Die betriebliche Altersvorsorge kann hier sinnvoller sein. Die Sparraten werden vom Bruttogehalt abgebucht und so steuerlich begünstigt. Allerdings solltest Du hier im Hinterkopf behalten, dass bei einem Jobwechsel der neue Arbeitgeber die betriebliche Altersvorsorge eventuell nicht übernimmt und die Rente im Alter zu 100% versteuert wird. Eine ausführliche Beratung, welche Absicherung für Dich persönlich optimal ist, ist sehr wichtig. Nur so findest Du den passenden Schutz.

Wenn Du mit 63 Jahren noch nicht das nötige Kapital hast, um frühzeitig in Rente zu gehen, besteht die Möglichkeit der Teilzeitrente. Bist Du 63 und hast 35 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt, kannst Du in Teilzeitrente gehen. Das bedeutet, Du reduzierst Deine Arbeitszeit um 50% und die Deutsche Rentenversicherung legt einen Anteil oben auf. Achte aber hier auf die Zuverdienergrenze!

Du bist über 55 Jahre alt? Dann kannst Du auch eine Ausgleichzahlung an die Rentenversicherung leisten, wenn Du früher als mit 67 Jahren in den Ruhestand gehen möchtest. Auf diese Weise kaufst Du Deine zu erwartenden Abschläge ab. Die Rentenversicherung rechnet die Ausgleichzahlung auf Anfrage genau aus. Die Höhe des Betrags ist abhängig vom Alter und Einkommen. Vergiss aber hier nicht: Die Abschläge können nur bis zum regulären Rentenbeginn ausgeglichen werden.

Fazit: Früher in Rente zu gehen ist also nicht unmöglich, Du solltest aber frühzeitig mit der richtigen privaten Vorsorge beginnen.

Du hast Fragen dazu? Unsere Berater unterstützen und kontaktieren Dich gern!

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