Eine Zeit lang reisen und die Welt entdecken – wer träumt nicht davon, andere Kulturen kennenzulernen und unbekannte Orte zu erforschen? Sascha, ein leidenschaftlicher Fotograf und Weltreisender, hat genau das gemacht! In unserem Interview erzählt er von seinen Erlebnissen und verrät, auf was Du achten musst, wenn Du ebenso lange reisen möchtest.

Lagoon 69 - Peru_copyright

Lagoon 69 – Peru

 

Knip: Sascha, Du hast das hinter Dir, wovon viele Menschen träumen – eine Auszeit und reisen! Wie lange war Deine Vorbereitungszeit?

Sascha: Ab dem Zeitpunkt, als ich wusste, dass ich eine längere Reise machen werde, habe ich mir über mögliche Reiserouten Gedanken gemacht. Das war ca. 3,5 Jahre vor Abreise.

Knip: Wie ist der Ablauf der Reise geplant gewesen?

Sascha: Die Planung war: Reisen solange das Geld reicht. Das Visa und ein Hinflugticket für das erste Land in der Tasche und los ging das Abenteuer.

Knip: Wo wolltest Du starten und welche Länder bereisen? Oder hast Du die Routenplanung eher spontan entschieden?

Sascha: Da ich mich schon immer für fremde Länder und Kulturen interessiert habe, standen meine Reiseländer schon länger fest. Die Route für diese Länder habe ich dann grob geplant, den Zeitplan nicht. So war ich flexibel und bin z. B. nach Taiwan statt China oder bin nach El Salvador gereist, was sich spontan ergeben hatte. Ich habe nur One-Way Flüge gebucht, was meine Flexibilität nicht einschränkte.

Ich bin schlussendlich von Israel nach Jordanien, Indien nach Nepal, Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Indonesien und Taiwan gereist. Von dort für sechs Monate nach Deutschland und dann nach Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Ecuador und Peru.

Knip: Welchen Zeitraum hast Du für diese Reise geplant?

Sascha: Solange das Geld reicht, ca. 15 Monate.

Knip: Von der Idee, bis zur Abfahrt – wie lange hast Du in etwa Dein Reisekapital angespart?

Sascha: Ich habe etwa 3,5 Jahre gespart.

Knip: Hast Du Deine Jobs gekündigt, unbezahlten Urlaub genommen oder konntest Du unterwegs weiterarbeiten?

Sascha: Ich habe meinen Job gekündigt.

Knip: Was geschah mit Deiner Wohnung? Hast Du diese ebenso gekündigt oder unvermietet?

Sascha: Ich habe meine Wohnung gekündigt.

Knip: Welche Versicherungen hast Du für diese Reise benötigt? Gab es welche, die Du extra dafür abgeschlossen hast?

Sascha: Eine Privathaftpflichtversicherung hatte ich bereits. Extra für die Reise habe ich eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen. Wenn man möchte, kann man bei der Deutschen Rentenversicherung einen Antrag auf freiwillige Beitragszahlung stellen. Man könnte auch eine Versicherung für seine Fotoausrüstung abschließen oder eine Rechtsschutzversicherung.

Knip: Gab es Versicherungen, die Du für den Zeitraum der Reise gekündigt hast?

Sascha: Die normale Krankenversicherung. Die gilt nur in Deutschland. Hier wird eine Bescheinigung von der von mir abgeschlossenen Reisekrankenversicherung benötigt sowie einen Nachweis von wann bis wann ich nicht in Deutschland war (z.b. Flugtickets der Aus- und Wiedereinreise Deutschland). Die Hausratversicherung habe ich laufen lassen. Man kann dort nachfragen, ob man die inkludierte Außenversicherung* von 3 Monaten auf z.b. 12 Monate verlängern kann. Dann ist man unterwegs weiterhin versichert, was z. B. bei Raub sinnvoll sein kann (Bargeld, Fotoausrüstung…).

*Anmerkung der Knip-Experten: Die Außenversicherung kann man in eine Hausratversicherung einschließen. Damit ist man auch auf Reisen versichert, z. B. wenn im Hotelzimmer eingebrochen wird und der Laptop gestohlen wird. Taschendiebstahl ersetzt die Versicherung nicht, aber die teure Kamera ist so geschützt.

Knip: Ist während der Reise etwas vorgefallen, das Du nicht erwartet hast und dadurch nicht vorbereitet warst? Wenn ja, was?

Sascha: Was ich nicht erwartet habe, fast täglich, auf was ich hingegen nicht vorbereitet war, nicht wirklich. Ein Zahnarztbesuch im Ausland erwartet man nicht, ist aber darauf vorbereitet. In vielen Situation ist es eher Kopfsache und der Wille zum Anpassen. Als ich in Äthiopien auf dem Weg zum Vulkankrater von schwerbewaffneten Männern begleitet wurde, habe ich das weder erwartet, noch bin ich vorbereitet gewesen. Mein Wohlbefinden hat sich dadurch natürlich geändert, aber die Situation dort ist andere als hier.

Knip: Hast Du eine der Versicherungen in Anspruch nehmen müssen?

Sascha: Ja, meine Reisekrankenversicherung, knapp 100 € für eine Wurzelbehandlung in Nepal.

Knip: Wie war das Autofahren im Ausland? War die Sicherheit stets gewährleistet? Gab es Dinge, die Du beachtet musstest?

Sascha: Ich bin selten selbst gefahren, sondern war größtenteils mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Ein wichtiger Punkt, wenn man die Menschen und das Land kennenlernen möchte, wie ich finde. In Vietnam habe ich mir ein Motorrad gekauft und ansonsten hin und wieder einen Roller geliehen. Es gab einige Situationen, in denen ich mich nicht wirklich sicher gefühlt habe. Sei es am Rand einer Klippe im Bus in Nepal, im Taxi in Honduras bei Nacht oder auf meinem Motorrad in den Straßen Vietnams. Dieses kleine Stückchen mehr Risiko nehme ich aber gerne in Kauf für das, was ich dafür bekomme.

Knip: Wurdest Du krank? Hast Du medizinische Hilfe benötigt?

Sascha: Ich hatte eine Wurzelbehandlung in Kathmandu / Nepal, 3 Sitzungen über 2 Wochen. Ich war schon in Indien beim Zahnarzt, der mir aber nicht weiterhelfen konnte und mir der Zustand seiner Praxis nicht so zusagte. Nach den 2 Wochen Wurzelbehandlung konnte ich schmerzfrei weiterziehen. Seitdem überkommt mich ein Grinsen, wenn ich in eine deutsche Zahnarztpraxis gehe.

Knip: Was hat Dich am meisten auf der Reise beeindruckt?

Sascha: Wahnsinnig viel, um alles in Worte zu fassen! Meine bedeutendsten Erkenntnisse waren: die Menschen und Mutter Natur. Auf welch unterschiedliche Arten ein Mensch sein Leben bestreiten kann. In jeder Kultur sind Familie und Freunde das Wichtigste und dank Emotionen und Körpersprache gibt es eine universelle Sprache ohne Worte.

Ich habe erkannt, wie wenig wir für unseren Geburtsort können aber wie viel davon abhängt und wie wenig es braucht, um glücklich zu sein. Unser Planet ist wunderschön und die Natur kann so sehr Balsam für die Seele sein.

Angkor - Cambodia_copyright

Angkor – Cambodia

Knip: Was würdest Du beim nächsten Mal anders machen?

Sascha: Mich vor der Reise ein bissl fitter machen, vorallem wenn es in die Berge geht.

Knip: Was hast Du am meisten vermisst während der langen Reise?

Sascha: Familie & Freunde, Brot, Käse & Ahle Worscht.

Knip: Inwieweit hat Dich diese Reise für Dein weiteres Leben beeinflusst?

Sascha: Meine Reisen haben mich sehr verändert, zumindest was meine Denkweise betrifft, wodurch ich in vielen Situation anders denke und handle als zuvor. Ich habe Dinge gesehen, gehört und erlebt, die ab diesem Zeitpunkt ein Teil von einem werden. Man wird gezwungen Entscheidungen zu treffen und Dinge für sich einzuordnen. Viele Vorurteile, politische und gesellschaftliche Ansichten sowie die Sinnhaftigkeit vieler Dinge werden hinterfragt und korrigiert. Wie soll man sich dem auch entziehen, wenn man sich seine Fragen aus einer neuen Perspektive beantworten muss.

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Lieber Sascha, wir danken Dir für das Interview, Deine Fotos und Deine spannenden Einblicke in Deine Reisezeit! Wer mehr von Saschas Reisen sehen möchte, sollte auf seinem Blog https://kongrulphotography.com/ vorbeischauen!

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Huacachina – Peru

 

Bist Du auch dabei Deine Reise zu planen? Mit Saschas Tipps hast Du sicher eine großartige Zeit in fernen Ländern! Ist Deine Absicherung vollständig? Wir beraten Dich gern, damit Du mit optimalen Schutz die Welt entdecken kannst!

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Knip – Dein digitaler Versicherungsmakler