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Lebensversicherung – Fürs Alter vorsorgen und Familie absichern

Lebensversicherungen sind mehr, als eine Versicherung, die im Falle des Todes eintritt und die Hinterbliebenen unterstützt. Unter den Begriff Lebensversicherungen fallen viele unterschiedliche Versicherungsoptionen. Denn im Prinzip ist auch die gesetzliche Rentenversicherung eine Lebensversicherung.

Ihr Zweck ist eindeutig - Lebensversicherungen sollen vor allem das beruhigende Gefühl vermitteln, im Alter gut versorgt zu sein.

Expertenzitat

"Lebensversicherungen sind in den letzten Jahren ein wenig in Verruf geraten, da sie nicht die Leistungen lieferten, die vertraglich zuvor zugesichert waren. Dennoch lohnt es sich immer zusätzlich in seine Altersvorsorge zu investieren. Allerdings sollte man beachten, eine vernünftige Bedarfsanalyse für seine Lebenssituation durchführen zu lassen. Auch Kombinationen aus verschiedenen Versicherungen können sich lohnen."

Tom Schmidt, Versicherungsexperte bei Knip
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Wieso profitiere ich
von einer Reiseversicherung?

Lebensversicherungen können sehr vielseitig verwendet werden, meistens werden sie jedoch genutzt, um bestehende Verbindlichkeiten und zukünftige Unterhaltsleistungen in einem Notfall decken zu können. Für folgende Fälle werden Lebensversicherungen häufig verwendet: Die Absicherung von noch fälligen Hypotheken für Haus oder Auto, um die Ausbildung der Kinder zu gewährleisten (Hochschule, Auslandsaufenthalt) oder Unterhalt für Ehepartner und Familie über eine bestimmte Zeit zu sichern.

Auch die eigene Versorgung im Alter ist natürlich ein wichtiger Punkt. Da die Auszahlungen der gesetzlichen Rentenkassen mehr und mehr gekürzt werden, ist es sinnvoll über eine zusätzliche Altersvorsorge - beispielsweise durch eine günstige Lebensversicherung - nachzudenken.

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Welche Formen von
Reiseversicherungen gibt es?

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den am häufigsten abgeschlossenen und auch zu den wichtigsten Versicherungen. Denn die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt im Fall von Krankheit vor Altersarmut. Denn wer vor Erreichen des Rentenalters durch Krankheit aus dem Berufsleben ausscheiden muss, wird vom Sozialsystem kaum ausreichend aufgefangen.

Die Risiken einer Berufsunfähigkeit wie auch einer Erwerbsunfähigkeit lassen sich über eine private Versicherung abdecken. Während der Versicherte im Falle einer Berufsunfähigkeit lediglich nicht mehr zu wenigstens 50 Prozent seinem Beruf nachgehen kann, ist der Erwerbsunfähige auch nicht mehr in der Lage, irgendeiner Tätigkeit nachzugehen.

Ist der Versicherungsnehmer gegen eine Berufsunfähigkeit versichert, zahlt der Versicherer auch abweichend von dieser 50-Prozent-Klausel in Form einer Staffelung. Dieses Kriterium beinhaltet, dass ein Teil der Berufsunfähigkeitsrente bereits ab einer dauerhaften Beeinträchtigung in Höhe von 25 Prozent gezahlt wird und der andere Teil der Rente erst ab einer körperlichen Beeinträchtigung von wenigstens 75 Prozent.

Privatrente

Die private Rentenversicherung dient ausschließlich der Altersvorsorge, indem monatliche Beiträge als eine Art Spareinlage gezahlt werden. Sie ist eine sogenannte Erlebensversicherung und soll die wirtschaftlichen Herausforderungen bei Erreichen und Überschreiten eines bestimmten Alters absichern. Normalerweise wird das Geld ab einem im Vertrag festgelegten Zeitpunkt in Form einer monatlichen Rente ausgezahlt - und zwar bis zum Tod des Versicherten.

Wer bei Vertragsabschluss ein Kapitalwahlrecht vereinbart hat, muss am Ende des Arbeitslebens eine grundsätzliche Entscheidung treffen: Möchte man sich eine hohe Summe auf einmal aufs Konto überweisen lassen oder doch lieber neben der gesetzlichen noch eine private Rente jeden Monat kassieren?

Kapitallebensversicherung und Fondsgebundene Lebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung wird gerne für die zusätzliche Altersvorsorge genutzt. Es werden regelmäßig Beiträge eingezahlt, damit man bei Fälligkeit des Vertrags Kapital ausgezahlt bekommt. Allerdings setzen sich die Beiträge aus drei Teilen zusammen: Dem Kostenanteil, dem Sparanteil und dem Risikoanteil. Der Sparanteil, der etwa bei 75 bis 80 Prozent des Gesamtbeitrags liegt, wird von den Versicherungen investiert.

Langfristig betrachtet, beträgt die Rendite der Kapitallebensversicherung durchschnittlich 4 bis 5 Prozent. Der Vorteil der Versicherung liegt darin, dass auch im Todesfall des Versicherungsnehmers die Versicherungssumme an die Angehörigen ausgezahlt wird. Ansonsten wird die Versicherungssumme mit Ablauf des Vertrags ganz normal an den Versicherungsnehmer ausgeschüttet.

Der Nachteil: Die Summe wird einmalig komplett gutgeschrieben und nicht in Form einer monatlichen Rente gezahlt. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass auf das gesamte Kapital Steuern anfallen.

Außerdem wird oft eine Gebühr zum Vertragsabschluss fällig. Diese wird zwar mit den Beiträgen berechnet, beträgt aber meist 1 Prozent der Versicherungssumme. Bei einer Summe von 100.000 Euro wird also eine Abschlussgebühr in Höhe von 1.000 Euro berechnet.

Die Fondsgebundene Lebensversicherung kombiniert eine Fondsanlage mit einer Risikolebensversicherung. Bei dieser Versicherung werden die Beiträge in Investmentfonds angelegt, bei denen der Versicherungsnehmer oftmals zwischen Aktien-, Renten- und Immobilienfonds wählen kann.

Wenn der Vertrag ausläuft, wird meist der Wert der Fondsanteile ausgezahlt, der bis zum Zeitpunkt der Auszahlung erreicht wurde. An dieser Stelle wird deutlich, wie gut die Renditechancen sind. Wer Schwankungen aufgrund der aktuellen Marktlage entgegenwirken möchte, kann dies mit sogenannten Garantien tun, die wie ein Fallnetz agieren. Mehr Garantien bremsen jedoch die Rendite!

Aufgrund des fehlenden Kapitalerhalts sind Fondgebundene Lebensversicherungen nicht steuerlich gefördert und eine risikoreichere Altersvorsorge.

Auch lassen sich die Versicherungen nicht voneinander trennen.

Wenn sich an der finanziellen Situation des Versicherungsnehmers etwas ändert und er sich die Beiträge nicht mehr leisten kann, lässt sich nicht die wesentlich günstigere Risikolebensversicherung getrennt weiterführen. Es lässt sich lediglich der Sparanteil beitragsfrei stellen.

Risikolenbensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist ausschließlich dafür da, die Familie im Todesfall finanziell abzusichern. Das bedeutet, sie dient nicht der Altersvorsorge des Versicherungsnehmers, da sie nur im Todesfall an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird. Dafür werden für die gesamte Vertragsdauer Beiträge gezahlt. Stirbt der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit, wird die komplette Vertragssumme ausgezahlt, unabhängig davon, ob jemand schon kurz nach Vertragsabschluss stirbt oder erst nach vielen Jahren. Dies mag makaber klingen, sichert aber die Familie im Notfall ab.

Auch Banken sehen Risikolebensversicherungen als Sicherheit an, zum Beispiel für Kredite. Schließlich kann im Notfall die Risikolebensversicherung zur Begleichung des Kredits genutzt werden, etwa wenn die Hinterbliebenen noch ein Häuschen abbezahlen müssen, für dessen Finanzierung der Verstorbene seinerzeit verantwortlich war.

Risikolebensversicherungen gibt es schon für vergleichsweise geringe Beiträge. Sie sind abhängig von der vereinbarten Versicherungssumme und dem Lebensstil des Versicherten. Bei Vertragsabschluss prüft die Versicherung, ob man als Versicherungsnehmer in Frage kommt. Wird besonders riskanten Freizeitbeschäftigungen nachgegangen, wie Free Climbing oder Haitauchen, können die Beiträge sich entsprechend erhöhen. Auch können im Versicherungsvertrag bestimmte Berufsgruppen wie etwa Artisten, Dompteure oder Fassadenkletterer ausgeschlossen sein. Daher ist es sinnvoll, im Zweifelsfall eine intensive Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsexperten zu erhalten.

Auch eine weitere Besonderheit, die nur die Risikolebensversicherung betrifft: Es gibt die sogenannte "Suizidklausel". Denn grundsätzlich gilt, dass die Risikolebensversicherung nur im Todesfall des Versicherten ausgezahlt wird. Was aber geschieht bei Selbstmord? Begeht der Versicherte während der Vertragslaufzeit Selbstmord, verweigern viele Versicherungen die Auszahlung der Versicherungssumme, da der Tod willentlich herbeigeführt wurde. Allerdings gibt es Ausnahmen von dieser Regel. Wie die Versicherung sich im Fall des Selbstmords zu verhalten hat, steht in der sogenannten Selbsttötungsklausel, oder auch Suizidklausel.

Private Pflegeversicherung

Oft geht man davon aus, dass im Pflegefall die Zahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung ausreichend sind, um im Alter für den Notfall versorgt zu sein. Wirft man jedoch einen Blick auf die Kosten, die durch Pflegebedürftigkeit entstehen, wird deutlich, wie sich die persönliche finanzielle Lage zuspitzen kann, wenn man selbst ein "Pflegefall" wird: Denn hier gibt es eine Versorgungslücke.

In Pflegestufe III erhalten Pflegebedürftige beispielsweise circa 1.612 Euro pro Monat. Das klingt viel, ist jedoch lange nicht ausreichend. Denn ein Platz in einem Pflegeheim kann beispielsweise leicht 3.500 Euro monatlich kosten. So fehlen über 1.200 Euro, die Monat für Monat aus der eigenen Tasche gezahlt werden müssen oder von den direkten Angehörigen, etwa Partner, Partnerin oder den eigenen Kindern und Geschwistern zu zahlen sind. Eine private Pflegezusatzversicherung reduziert diesen Eigenteil erheblich. Fazit: Wer als Pflegebedürftiger nicht über eine private Pflegeversicherung verfügt, muss damit rechnen, dass die restlichen Pflegekosten vom Privatvermögen bezahlt werden.

Zu diesem Privatvermögen zählen zum Beispiel Einkünfte aus der Rente und Ersparnisse. Sollten diese nicht oder nur teilweise vorhanden sein, übernimmt zunächst das Sozialamt die Differenz. Jedoch wird das Sozialamt immer versuchen, diese Kosten bei den Angehörigen wieder einzufordern! Je nach Schwere der Pflegebedürftigkeit kann das einen großen finanziellen Mehraufwand für die Familie bedeuten. Es gibt verschiedene private Pflegeversicherungen, die wir im folgenden Abschnitt kurz vorstellen.

Die Pflegetagegeldversicherung

Die Pflegetagegeldversicherung ist die am weitesten verbreitete Art der Pflegezusatzversicherung. Sie wird von vielen privaten Krankenversicherern angeboten und zahlt dem Versicherten für jeden Tag der Pflege einen pauschalen Betrag.

Allerdings passt sich das Pflegetagegeld normalerweise nicht automatisch an die Kostenentwicklung an. Bei einigen Versicherern müssen die Beiträge auch im Pflegefall weiterhin gezahlt werden.

Wer die Beitragszahlungen unterbricht oder die Police kündigt, verliert das eingezahlte Geld.

Die Pflegekostenversicherung

Die Pflegekostenversicherung übernimmt die tatsächlich anfallenden Kosten für die Pflege, die nach Vorleistung der gesetzlichen Pflegeversicherung noch übrigbleiben.

Dabei haben sich zwei grundlegende Modelle durchgesetzt: Zum einen können die gesetzlichen Pflegeleistungen um einen bestimmten Prozentsatz erhöht werden oder die anfallenden Restkosten werden bis zum Erreichen einer Jahresobergrenze komplett oder anteilig übernommen.

Die Pflegetagegeldversicherung

Die Pflegetagegeldversicherung ist die am weitesten verbreitete Art der Pflegezusatzversicherung. Sie wird von vielen privaten Krankenversicherern angeboten und zahlt dem Versicherten für jeden Tag der Pflege einen pauschalen Betrag.

Allerdings passt sich das Pflegetagegeld normalerweise nicht automatisch an die Kostenentwicklung an. Bei einigen Versicherern müssen die Beiträge auch im Pflegefall weiterhin gezahlt werden.

Wer die Beitragszahlungen unterbricht oder die Police kündigt, verliert das eingezahlte Geld.

Die Pflegerentenversicherung

Die Pflegerentenversicherung zahlt im Pflegefall eine im Vorfeld bestimmte Summe an den Versicherungsnehmer. Diese kann je nach Bedarf als monatliche Rente, aber auch als Einmalzahlung ausbezahlt werden. Bei der Pflegerentenversicherung handelt es sich um eine Kombination aus Sparvertrag und Versicherung.

Ein Teil des eingezahlten Geldes wird wie in einer kapitalbildenden Lebensversicherung angelegt. Über einen bestimmten Zeitraum werden die Monatsbeiträge der Pflegerentenversicherung angespart, die im Pflegefall die fest vereinbarte Pflegerente bilden.

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Worauf muss ich beim Abschluss einer
Lebensversicherung achten?

Den Versicherern fällt es angesichts der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt immer schwerer, die Garantien zu erwirtschaften, die sie ihren Kunden vor Jahren versprochen haben. Um die Lebensversicherer zu entlasten, plant die Regierung, die Beteiligung der Kunden an den sogenannten Bewertungsreserven auf festverzinsliche Wertpapiere zu beschneiden. Kunden, deren Policen bald auslaufen, könnte das einige Tausend Euro kosten.

Weil die Lebensversicherungen immer weniger Rendite abwerfen und für die Anbieter auch immer kostspieliger werden, bieten einige Gesellschaften keine klassischen Policen mehr an.

Stattdessen setzen die Versicherungen auf Fondsgebundene Lebensversicherungen, die zum Beispiel in Aktienfonds investieren. Hier trägt dann der Kunde das Kapitalanlage-Risiko. Das heißt: Wenn die Börsenkurse einbrechen, schmälert dies auch seine Altersvorsorge!

Zwar bieten Versicherer auch für die Fondspolicen Garantien an, doch die kosten Rendite. Wegen der hohen Kosten der Policen kann man jedoch darüber nachdenken, ob man nicht lieber gleich selbst in Aktienfonds investiert.

Einige Versicherer bieten auch neuartige Lebenspolicen mit modifizierten Garantien an. Hier gibt es in der Regel keine garantierte Verzinsung mehr, sondern nur noch eine Beitragserhaltsgarantie. Das soll den Gesellschaften mehr Spielraum beim Investieren am Kapitalmarkt geben und den Kunden unter dem Strich mehr Rendite bescheren. Die Policen sind jedoch sehr komplex und schwer zu durchschauen, weshalb hier zu einer genauen Analyse und unabhängiger Beratung geraten wird.

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Die wichtigsten
Fragen

Lohnt sich eine Lebensversicherung für mich?

Ob sich eine Lebensversicherung lohnt, etwa als Altersvorsorge, ist sehr abhängig von der Versicherungsart und dem Versicherungsprodukt. Besonders für junge Sparer kann es Sinn machen, regelmäßig - beispielsweise monatlich - einen festen Betrag in die Lebensversicherung einzuzahlen.

Auf diese Weise kann man gut planbar quasi nebenbei etwas ansparen und tut damit "lebenslang" - beziehungsweise so lange die Lebensversicherung läuft, etwas für die finanzielle Ausstattung im Alter.

Attraktiv ist auch, dass man Begünstigte in einer Lebensversicherung eintragen kann. Was heißt das?

Grundsätzlich können in einer Lebensversicherung eine oder mehrere Personen angeben werden, die im Versicherungsfall die Versicherungssumme ausbezahlt bekommen! Viele Menschen lassen ihre Lebensversicherung auch vinkulieren. Das bedeutet, dass die Versicherung zur Abdeckung einer Verbindlichkeit verwendet wird.

Was bedeutet Berufsunfähigkeit im Speziellen?

Der Begriff Berufsunfähigkeit steht für eine langfristige Beeinträchtigung der Berufsausübung durch Krankheit, Unfall oder Invalidität. Wer berufsunfähig ist, kann seinen Beruf nicht mehr ausüben, aber noch weiterhin einer anderen Arbeit nachgehen. Man ist lediglich nicht mehr fähig, den ursprünglichen Beruf auszuüben.

Da es sich bei der Berufsunfähigkeit um eine langfristige oder sogar lebenslange Arbeitsunfähigkeit handelt, sollte man den damit verbundenen Einkommensausfällen mit einer privaten Versicherung vorbeugen. Deshalb lohnt sich auch in jungen Jahren der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Was bedeutet Riesterförderung?

Die staatliche Förderung von Riester-Verträgen erfolgt auf zwei Arten: Über Zulagen und über Steuervorteile. Für die gesamte Förderung werden beide gegengerechnet. Um die volle Riester-Förderung zu erhalten, müssen jährlich mindestens 4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens eingezahlt werden. Gefördert werden höchstens 2.100 Euro. Für Arbeitnehmer sind Bruttoeinkommen und rentenversicherungspflichtiges Einkommen meist identisch.

Was passiert, wenn man eine Lebensversicherung kündigt?

Jede Versicherung handhabt die Konditionen einer Kündigung unterschiedlich. Am besten vergewissert man sich bereits im Vorfeld einer beabsichtigten Kündigung bei der Versicherung oder liest die in der Police aufgeführten Bestimmungen zu einer Kündigung des Vertrags.

Wird die Lebensversicherung ordnungsgemäß unter Einhaltung der Kündigungsfristen zum Ende der Laufzeit gekündigt, wird die Versicherungssumme wie vereinbart ausbezahlt. Im Falle einer vorzeitigen Kündigung muss man allerdings mit empfindlichen finanziellen Einbußen rechnen, da nur der gegenwärtige Rückkaufswert ausbezahlt wird, der weit geringer ist, als die Summe der bisher eingezahlten Raten. Der Rückkaufswert ist zeitlich gestaffelt und richtet sich nach der bis zur Kündigung erreichten Laufzeit.

In welcher Höhe sollte eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden?

Die Analyse und Beurteilung der persönlichen und finanziellen Situation ist wichtig, um diese Frage richtig zu beantworten. Ein Kriterium bei der Festlegung der Versicherungssumme ist die Entscheidung, welche Risiken konkret bestehen und welche Verbindlichkeiten abgesichert werden sollen.

Tipps vom Experten

Die Kernfrage bei Versicherungen ist immer: "Was benötige ich zu welchem Zeitpunkt wirklich, damit weder eine Unter-, noch eine Überversicherung vorliegt?" Um das herauszufinden, bedarf es meistens einer persönlichen Beratung, wenn es nicht gerade um obligatorische Versicherungen, wie die Krankenversicherung geht.

Zum Beispiel bedarf der Aufbau einer Familie nicht nur viel Kraft und Einsatz, sondern ist eine der schwierigsten Phasen in einem Leben. Man möchte sich selbst, seinem Partner und seinen Kindern, die man heranwachsen sieht, die bestmögliche Zukunft gewährleisten.
Zu empfehlen: kleine Invaliditätsversicherung, Basis-Lebensversicherung und zusätzlich eine Todesfallversicherung zur Absicherung der Familie.

Auch wenn einige Lebensversicherungen wiederholt negativ in den Schlagzeilen aufgetaucht sind, handelt es sich bei diesen traditionellen Versicherungen immer noch um eine der rentabelsten Produkte zur privaten Altersvorsorge.

Das Risiko

Je größer die Verpflichtungen im Leben sind, desto größer ist auch das finanzielle Risiko, dass man trägt, sei es für Kredite oder die Familie. Oftmals reicht ein Schicksalsschlag aus, um alles zu verlieren.

Dein Vorteil

Lebensversicherungen können verwendet werden, um bestehende Verbindlichkeiten und zukünftige Unterhaltsleistungen in einem Notfall decken zu können. Außerdem für die Absicherung von noch fälligen Hypotheken, um die Ausbildung der Kinder zu gewährleisten, Unterhalt für Ehepartner und Familie zu sichern und die eigene Versorgung im Alter.

Unser Tipp

Je höher die Verpflichtungen gegenüber dem geliebten Personenkreis sind, umso höher sollte man die Lebensversicherung wählen. Das gilt vor allem als Alleinerziehender oder Alleinverdiener in einer Lebensgemeinschaft.